ASB - Arbeiter-Samariter-Bund
| Hilfsorganisation | |
|---|---|
| Vorstufe | 12. Mai 1927: Österreichischer Samariter-Dienst im Rahmen der ASKÖ |
| Konstituierung als ASBÖ | 1932 |
| Verbot | 1934 |
| Wiederbegründung | 9. Juni 1947 |
| Wiener Standort | 15., Pillergasse 24 |
| Profil | Rettungs- und Krankentransportdienst, Sanitätsdienst, Wasserrettung, soziale Hilfe, Ausbildung |
Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs, kurz ASBÖ, gehört zu den wichtigsten Wiener und österreichischen Hilfsorganisationen. Seine Wurzeln liegen in der Sanitätsarbeit der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung und im Umfeld des ASKÖ. Der Begriff Samariter verweist auf das Lukas-Evangelium und wurde im Lauf der Zeit zum Sinnbild helfender und barmherziger Tätigkeit.[1]
Vorgeschichte
Im 19. Jahrhundert entstand in Deutschland die organisierte Samariterbewegung; 1878 wurde der Deutsche Samariter-Verein gegründet, 1888 bildeten sich Arbeiter-Samariter in Berlin. In Österreich entwickelten sich entsprechende Ansätze erst nach dem Ersten Weltkrieg. Als 1918 militante Arbeiter-Wehren entstanden, aus denen später der Republikanische Schutzbund hervorging, bestanden bei diesen bereits Sanitätseinheiten.[2][3]
Nachdem in Österreich im September 1924 Sanitätsreferenten und eine Sanitätszentrale geschaffen worden waren und beim ASKÖ-Bundessportfest 1926 Ärzte und Sanitäter der Schutzbund-Sanität zum Einsatz gekommen waren, wurde am 12. Mai 1927 im Rahmen des ASKÖ ein Österreichischer Samariter-Dienst gegründet. Dieser fungierte vor allem als Sanitätsdienst für Sport, Arbeitsplatz und Freizeit und bildete das zivile Gegenstück zur Schutzbund-Sanität.[4][5]
1928 kam eine sportärztliche Ambulanz im ASKÖ-Gebäude in Michelbeuern hinzu. Am 17. Juni 1928 wurde die erste Großübung im Raum Wien abgehalten. Eine besondere Bewährungsprobe war die Arbeiter-Olympiade 1931, bei der der Samariterdienst in großem Umfang eingesetzt wurde.[6][7]
Konstituierung des ASBÖ
1932 erfolgte die Konstituierung des Arbeiter-Samariter-Bundes Österreichs als Dachorganisation über alle Arbeiter-Samariter. Der ASBÖ arbeitete so weit wie möglich mit dem Arbeiter-Samariter-Dienst und der Schutzbund-Sanität zusammen und gründete auch eigene Kolonnen. 1934 verfügte der Bund bereits über 19 Kolonnen in Wien, Niederösterreich und Oberösterreich, darunter zehn in Wien.[8][9]
Wie andere sozialdemokratische Organisationen wurde auch der ASBÖ 1934 verboten. Der Vollzug der Liquidation erfolgte am 26. September 1936.[10]
Wiederaufbau nach 1945
Am 9. Juni 1947 wurde der ASBÖ wiederbegründet. Zunächst erstreckte sich sein Wirkungsbereich nur auf die sowjetische Besatzungszone; 1948 wurde die Tätigkeit auch auf die westlichen Besatzungszonen ausgedehnt. 1951 erschien erstmals wieder die Zeitschrift Der Arbeiter-Samariter.[11][12]
1955 begann in Wien der ständige Krankentransport. Im selben Jahr wurde auch die Sektion Wasserrettung geschaffen. 1956 stand der ASBÖ während des Volksaufstands in Ungarn im Einsatz und war an Hilfstransporten und Versorgungsmaßnahmen beteiligt.[13][14]
Pillergasse 24
Das Haus 15., Pillergasse 24 steht dem ASB seit 1971 beziehungsweise nach anderen Angaben seit 1972 als Bundeszentrale zur Verfügung. Heute befindet sich dort der Landesverband Wien mit Einsatz-, Verwaltungs- und Schulungsfunktionen. Damit ist die Pillergasse 24 einer der wichtigsten Wiener Standorte in der Geschichte des Samariterbundes.[15][16][17]
Aufgaben
Der ASBÖ übernahm im Lauf seiner Geschichte vielfältige Aufgaben. Dazu zählen Krankentransporte, Rettungsdienst, Sanitätsdienste, Notspitäler bei Großveranstaltungen, Unfalldienste in Bädern und beim Wintersport, Wasserrettung, Erste-Hilfe-Ausbildung sowie die Betreuung älterer und behinderter Menschen. Gerade diese Breite macht den ASBÖ zu einer Schlüsselinstitution zwischen Rettungswesen, sozialer Hilfe und öffentlicher Gesundheitsversorgung.[18][19]
Vorkommen in CityABC
Für CityABC ist der Arbeiter-Samariter-Bund vor allem über den Standort Pillergasse 24, seine Verbindung zu ASKÖ und Schutzbund sowie über seine Rolle in der Geschichte des Wiener Rettungs- und Sanitätswesens interessant.[20][21]
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Quellen
- ↑ https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Arbeiter-Samariter-Bund
- ↑ https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Arbeiter-Samariter-Bund
- ↑ https://www.dasrotewien.at/seite/arbeiter-samariter-bund-oesterreichs-asboe
- ↑ https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Arbeiter-Samariter-Bund
- ↑ https://www.dasrotewien.at/seite/arbeiter-samariter-bund-oesterreichs-asboe
- ↑ https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Arbeiter-Samariter-Bund
- ↑ https://www.dasrotewien.at/seite/arbeiter-samariter-bund-oesterreichs-asboe
- ↑ https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Arbeiter-Samariter-Bund
- ↑ https://www.dasrotewien.at/seite/arbeiter-samariter-bund-oesterreichs-asboe
- ↑ https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Arbeiter-Samariter-Bund
- ↑ https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Arbeiter-Samariter-Bund
- ↑ https://www.dasrotewien.at/seite/arbeiter-samariter-bund-oesterreichs-asboe
- ↑ https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Arbeiter-Samariter-Bund
- ↑ https://www.dasrotewien.at/seite/arbeiter-samariter-bund-oesterreichs-asboe
- ↑ https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Arbeiter-Samariter-Bund
- ↑ https://www.dasrotewien.at/seite/arbeiter-samariter-bund-oesterreichs-asboe
- ↑ https://wien.samariterbund.net/
- ↑ https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Arbeiter-Samariter-Bund
- ↑ https://wien.samariterbund.net/
- ↑ https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Arbeiter-Samariter-Bund
- ↑ https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Pillergasse